Exklusiv im Nexoblog: Auszüge aus Florian Silbereisens Tagebuch

Sonntag, den 13.7.2008
Notiz an mich selbst:Öfters mal NEIN sagen!Einwände haben ist zunächst einmal etwas ganz natürliches. Wer kann schon irgendetwas, in welcher Runde von Menschen auch immer, widerspruchslos vorbringen.Immer findet sich einer, der es anders gesehen haben möchte.Am besten sind daher die Zeitgenossen gerüstet, welche gleich kategorisch ihren Widerstand ankündigen gegenüber der Welt als solcher.Warum sich in kleinteiligen Scharmützeln verlieren, wenn man auch ganz aus den Sinnzusammenhängen der Zeit aussteigen kann. Die Leute behaupten allerhand Unsinniges über Ihr Leben und seinen virtuellen und realen Verlauf, wobei beide Bereiche mehr und mehr gleichberechtigt zu sein scheinen.Die einfachsten und logischsten Äusserungen von unverbesserlichen Dickköpfen sind einem Entwertungsprozess ausgesetzt, der sich beängstigend beschleunigt.Man schreit sich an in fremden Dialekten und nur die Überalterung der Gesellschaften verhindert die militärische Klärung der Fragen der Zeit: Hat diese “Globalisierung” Frau Hansens Katze aus dem 5. die Würmer gebracht? Wenn ich mir mit einem Schlagbohrer die Synapsen stimulier, hör ich dann endlich die Erderwärmung? Wo jetzt doch wieder Mittelalter ist, kann man dann auch wieder Leumund von Beruf werden? Man ahnt sofort die Brisanz, welche diese lang verdrängten Streitpunkte beinhalten und hofft doch lieber gemeinsam, dass der Kaiserschnitt von Tini Plate dereinst komplikationslos verlaufen möge.Zusammen mit dem Oli natürlich.


14. Juli 2008 um 23:09
Ein journalistisches Meisterstück und ein Meilenstein in der kümmerlichen Geschichte der deutschsprachigen Blogosphäre!
15. Juli 2008 um 7:28
ich würde jetzt gerne so einen daumen machen wie man die manchmal machen kann so als smile-verschnitt… also imaginär… daumen..(nicht grün, aber nach oben zeigend)