Weltmeisterschaft 2010 - Dark Horses I -Update-
Letzte Neuigkeiten vorm Vorrundenkracher Brasilien gegen Nordkorea.Der englische Sender itv hat unseren Freund Jong Tae-Se in einem öffentlichen Fitnesstudio aufgespürt, zusammen mit der übrigen Rasselbande.
Jetzt ist das beim Sport mit den politisch korrekten Allianzen sowieso so eine Sache.Es gab und gibt ja diese etwas sonderbare Kategorie Fan, die gern für Brasilien hält.Man hört dann wahlweise etwas über den schönen Fussball,den die spielen oder die politische Relevanz dieser Mannschaft, die weltweit als Symbol der Dritten Welt verstanden würde.Beides kann ja nun so nicht mehr gelten.Nicht zum ersten Mal tritt die brasilianische Mannschaft ja recht kontrolliert und eher defensiv an und was die Rolle als Ersatzarmee der Entrechteten angeht, da hatte man ja zuletzt andere Bilder vor Augen.So mehr in Richtung gefühlte Weltmacht.

Auch die Fussballer selbst ja jetzt schon länger und immer mehr eher so Mittelstandsbälger mit ordentlichen Zähnen.Da muss man sagen, haben die Nordkoreaner im Elendwettstreit schon auch was zu bieten.Bis auf unseren Helden mit diesen wunderbaren Suppentopfhaarschnitten alla Michel aus Lönneberga beispielsweise

oder zur Zeit vermutlich die ganze Familie in Hausarrest, falls die Helden der Arbeit vielleicht doch lieber mit den Südkoreanern nach Hause fliegen wollten.Individuelle Not lässt sich jetzt recht schwer aufrechnen - sieht das jetzt im Fernsehen beispielsweise blöd aus, wenn ich als Liebesbeweis für meinen Führer bei Freistössen von Lucio die Hände nicht schützend vor meinen kleinen Kim halte? Andererseits, was genau passiert mit mir, wenn ich als Mitglied einer brasilianischen Mannschaft, die gegen Nordkorea nicht gewinnen konnte auf Heimaturlaub im Sommer bin? Welche Orte sind noch frei begehbar für mich? Naja, vielleicht doch eine recht leichte Abwägung.Schwärmt aus und gebts diesen reichen Säcken, für Volk und Vaterland

und die surreale Freude als Fan der sportlich unterlegenen Mannschaft, sich einmal für 90 Minuten mit einem schlecht gekleideten Diktator einig zu sein.

Sport verbindet halt, da is was dran.

