Weltmeisterschaft 2010 - Dark Horses VI
Zaubermaus, Trickser oder Fummler heisst eine aussterbende Gattung Spieler im Weltfussball.Natürlich gibt es sie noch immer, so lange es Bälle und Pubertät gibt wird die Kombination aus beidem immer auch in jeder Generation Spieler mit Qualitätsbezeichnungen wie quirlig oder unberechenbar hervorbringen.Heutzutage haben viele dieser gnomenhaften Derwische der Aussenbahnen keine Narrenfreiheit mehr.Dennoch gelingt diesen Meistern des Tarnen und Täuschens immer wieder der ein oder andere Hakenschlag.Ein abgefälschter Ball, eine 360 Grad - Drehung bei der der Ball doch mal die Zentrifugalkräfte nutzt und den freistehenden Mitspieler erreicht, weil unser tasmanischer Feuerteufel nicht achtgegeben hat.Danach im Interview nach Spielschluss ein Pokerface aufgesetzt und schon geschieht Wunderliches.Er ist reifer geworden, heisst es dann nicht selten oder er spielt nicht mehr so eigensinnig, man hat ihm die Sperenzchen ausgetrieben.Im Kopf unseres Künstlers allerdings spielt sich etwas ganz anderes ab.Es meldet sich das Belohnungssystem für Dummfug und die Hirnforschung feiert Triumpf auf Triumpf in den folgenden Partien.Neuronale Vernetzungen der Jugend vertragen sich nicht mit einstudierten Laufwegen.Ein klassisches Dilemma.Aber, Friedrich Dürrenmatt weiss Rat, meine Stücke, so sagt er “sind Visionen, die in mir auftauchen und die ich aber auch nicht bis ins Letzte erklären kann.”An Visionen jedenfalls mangelt es unseren Helden nicht, also wäre heute abend mal wieder Zeit für etwas Unerklärliches.
In diesem Sinne, alles Gute Piotr Trochowski, möge der Zufall mit Dir sein.

Quote für den Doppelpack 1:81, Ignoranten.

6. April 2011 um 20:02
Training for Century…
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