Die Schale in der Hand und die Palme auf dem Kopf - Archiv

Auch er ist endlich da

Mittwoch, 28.07.2010 19:35 von Lydia Esche - opposite country, Ion Tiriac, Die Schale in der Hand und die Palme auf dem Kopf

Na, wenn das mal gut geht.Der immer etwas aristokratisch wirkende Raul auf Schalke.Wenn die jetzt wenigstens noch Leute im Kader hätten, die ihm ordentliches Deutsch beibringen würden.Für ein “Gib mich mal die Kirsche” aus der königlichen Zuckerschnute würde man doch so einiges geben.
Bei den Magathschen Taktiktrainings wäre man allerdings dann gerne dabei.Ob der Spanier an sich halten kann.Man darf gespannt sein.In jedem Fall ganz grosses Kino.
raul.jpg

Bei Klick auf die Karikatur gelangt man zur Flickr-Sammlung von Xavier Salvador.Auch kein unbegabter Spanier.

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Weltmeisterschaft 2010 - Dark Horses VII

Donnerstag, 08.07.2010 22:51 von Lydia Esche - Alpha-Männchen, Ion Tiriac, Die Schale in der Hand und die Palme auf dem Kopf

Wenn das Fussball sein soll, müssen wir denn dann in Zukunft da mitmachen? Bei allem Verständnis für das Leiden der Spanier in all den Jahren.Es soll mir bitte mal einer erklären, wo der Fortschritt für den Fussball gegenüber den Italienern von 2006 sein soll, wenn es dieses Barcelona International schaffen sollte den Titel zu holen.Ich verstehe zwar, dass der Fussball Moden folgt, aber warum die ganze Welt jetzt Anhänger von diesen gähnend langweiligen Abendmessen aus Spanien werden soll, erschliesst sich mir nicht so ganz.Eine Mannschaft, die die ganze Zeit den Ball hat, aber aus dem Spiel heraus keine Tore schiessen kann, ein Traum.Dafür hat das Deutschland von 2002 den Ball nicht gebraucht.
Warum es ehrenhafter ist bei Ballbesitz des Gegners schon an der Mittellinie zwei Riegel mit zehn Mann zu bilden, anstatt mit den zehn Mann vor dem eigenen Strafraum zu warten, das mag den wirklichen Connaisseuren des Spiels aufgehen.Ich würde vermuten wir befinden uns hier im Bereich des Religiösen.Aus dieser Sphäre scheint auch der Jogi Löw seine taktischen Einsichten gewonnen zu haben.Jedenfalls haben beide Mannschaften gestern wieder in derselben Formation wie im Finale 2008 gespielt und das Ergebnis war wundersamer Weise auch dasselbe.So war Bastian Schweinsteigers Einschätzung man hätte leider nicht genug Zeit für taktische Schulung mit der gesamten Mannschaft vor dem Turnier gehabt, die einzige gehaltvolle Einlassung nach Spielende.Der lustige Vicente del Bosque spricht ja schon länger mehr über Kultur und seine Einschätzungen über die Holländer, die gute Repräsentanten ihres Fussballerbes seien und überhaupt in letzter Zeit immer wieder an den grossen Titeln knapp vorbeigeschrammt wären, legt nahe, dass den wahren Gläubigen Ergebnisse nicht weiter bekümmern müssen.
Wer ist unser letzter Prellbock, der Gandalf des modernen Fussballs, der noch alt genug ist die Gestalt des vorzeitlichen Monsters zu erkennen, welches diese verblödeten Hohepriester da beschworen haben? Wer kann es in die Tiefen zurückstossen aus der es gekrochen kam?
Wer hat noch eine Rechnung offen mit der Haute-Volée des Doppelpasses und hat bestimmt seinen tapferen Adjutanten nicht gerne auf dem Feld kauern sehen?
Natürlich nur einer, der Antichrist des schönen Spiels, der wunderbare, der einzigartige Mark Peter Gertruda Andreas van Bommel.
Mark_van_Bommel_holland.jpg
Niemand versteht das Konzept Tatsachenentscheidung so gut wie er.Hat der Schiedsrichter den Rücken zu mir gedreht,ist es Zeit einem von diesen Zaubergnomen mal zu zeigen, dass das moderne Spiel an meinem Ellenbogen endet.
Hup Holland Hup, die Spanier werden ja alle vier Jahre Weltmeister aus eigener Gnade.Ihr scheint ja wenigstens mal was gelernt zu haben.
Ihr tapferen Häretiker, möge es so richtig unerträglich werden.Ich werde eh nur das Ergebnis überprüfen.
90 Minuten oder mehr Holland gegen Spanien?
Da zeichne ich mir lieber die Tour de France auf und frage mich 3 Stunden lang, ob Fabian Cancellara was im Rahmen hat.

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Weltmeisterschaft 2010 - Dark Horses III

Freitag, 11.06.2010 12:35 von Lydia Esche - Poesie, Alpha-Männchen, opposite country, Die Schale in der Hand und die Palme auf dem Kopf

Im Duktus der Kolonialherren wird mit Beginn der WM wieder häufiger von grossen alten Männern die Rede sein.Man mokiert sich gern über diese eigene Spielerkategorie, die bei keinem Weltturnier fehlen darf.Dabei hat es doch auch etwas Romantisches wie vor allem die Mittel-und Südamerikaner immer wieder mit Legenden des lateinamerikanischen Vereinsfussballs anreisen, denen die grosse internationale Karriere verwehrt blieb.Nicht selten verdanken selbst grosse Fussballnationen die Qualifikation für Weltmeisterschaften diesen Giganten.Da es für Trainer aus dieser Hemisphäre beim Turnier aber nicht um Romantik, sondern ums nackte Überleben geht, erfolgen Berufungen von Spielern um die 35 einzig und allein aus Eigennutz.Wenn man mal wieder kurz vorm Ausscheiden gegen die verfluchten weißen Eroberer steht, kann man der Steinigung nach der Rückkehr entgehen, indem man dann diese verwitterten Heiligen aufs Feld schickt.”Jetzt kann uns nur noch El Loco retten”, wissen die Kommentatoren und wenn er es dann wieder einmal nicht tut, dann war schlussendlich der Trainer nicht schuld an der verpassten und überfälligen Krönung der goldenen Generation.Auch von dieser, man ahnt es, wird wieder öfters die Rede sein.Dieses Jahr im Allstarteam: der Argentinier Martin Palermo, genannt San Palermo.
san palermo.jpg
Für die Uruguayanesen(die Zeiten, wo statt irgendwelcher Etymologie noch ordentlich sportliche Fakten gebimst wurden vor Turnieren sind ja leider auch vorbei.Mir geht jetzt schon die korrekte Aussprache der Namen plus ständiger Benennung der Mannschaften nach der landessprachlichen Bezeichnung auf die Nerven.)El Loco Sebastian Abreu.
sebastian-abreu.jpg
Honduras mit dem einzigartigen Carlos Pavon, dem fliegenden Schatten.
Carlos_Pavon_by_16F.jpg
Irgendwie halt doch rührend.

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Weltmeisterschaft 2010 - Dark Horses II

Donnerstag, 03.06.2010 2:05 von Lydia Esche - Alpha-Männchen, alte intelligenz, Die Schale in der Hand und die Palme auf dem Kopf

Die selbsternannte Fussball-Weltmacht Mexiko kommt als Gesamtkunstwerk nach Südafrika.Die zugegebenermassen grosse Tradition exzentrischer Torhüter setzt Guillermo Ochoa fort.Ein auf der Linie in alle Winkel hüpfendes Etwas mit Haarband und Lockenkopf.
ochoa.png
Ich gehe mal schwer davon aus,dass er auch gerne aus dem Tor kommt um mitzuspielen oder gekonnt unter Flankenbällen durchzuspringen.Allerdings zuletzt durch einige haarsträubende Patzer aufgefallen.Kurz und gut: schon im Tor das komplette Paket, was Weltmeisterschaften gucken so schön macht.
Immer noch am Leben der grosse Cuauhtémoc Blanco
cuauhtemoc_blanco_render.png, der den mit weitem Abstand behindertsten Trick im bezahlten Fussball beherrscht(ich wüsste nicht, dass der jemals einen Vorteil gebracht hätte, da er zumeist nach Ausführung die Kontrolle über den Ball verliert), der gerechterweise nach ihm benannt wurde: der Cuauhtemiña.Mittlerweile geht diese Legende des mittelamerikanischen Fussballs mehr auf dem Platz spazieren.Wir wollen für ihn hoffen, dass ihm im übertragenen Sinne nicht ähnliches wiederfährt wie dem grossen Jaromir Jagr beim olympischen Eishockeyturnier.Täte mir dann doch leid, allein wegen der Begeisterung, mit der sein Trick bis heute von lateinamerikanischen Kommentatoren gewürdigt wird.
Die grosse Sturmhoffnung ist Javier Hernández Balcázar,ein in dritter Generation an Weltmeisterschaften teilnehmender Spieler.Und irgendwo sieht man das auch.Den echten Stürmern steht das Toreschiessen ins Gesicht geschrieben.Deswegen sind ja auch bescheuerte Frisuren immer ein gutes Zeichen(weswegen vielleicht auch dieser komische Dauerwellelook
gomez.jpg
, den der Gomez zuletzt zur Schau getragen hat, endlich Licht am Ende des Tunnels anzeigen könnte.Wenn man allerdings keinen Caniggiacaniggia.jpg
drauf hat, hilft eigentlich immer nur raspelkurz.Dürfte ja wohl auch bei Gomez ein klarer Zusammenhang zwischen Toren und Haarlänge bestehen.Aber wenn er bis zum Turnierstart noch was richtig Dämliches hinbekommt.Toitoitoi).
In der Regel haftet den ganz Grossen etwas Grenzdebiles an.Man müsste nicht wissen, dass der junge Mann ab nächster Saison für Manchester stürmt, um zu ahnen mit wem man es zu tun hat.
JavierHernandez.jpgVersteht kein Wort, wenn man im Diner ihm gegenüber sitzt, aber wenn der Zahnstocherständer umfällt, hat er sie schon gezählt.
Goooool de México.Was ist die kleine Erbse süss.

PS: Der Vokuhila ist in Osteuropa auch als Jagr bekannt, nach eben jenem Jaromir Jagr.Wie sich doch der Kreis immer wieder schliesst.Gespenstisch.

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Unterschätzte Völker II

Sonntag, 06.07.2008 23:04 von Lydia Esche - Die Schale in der Hand und die Palme auf dem Kopf

Festwochen in Schuppahnien: der Nadals Rafael gewinnt gegen den Federers Rotscher. War ja nun standhaft auf Seiten des Schweizers, aber der bei Punktgewinn Federer ständig eine Faust ballende Gavin Rossdale und die gelangweilte Gwen haben mich dann langsam doch die Seiten wechseln lassen.Skurillerweise war auch der Sieg eines Spaniers in Wimbledon schon über 40 Jahre her, wie der Sieg bei dieser anderen Sache,wo mir der Name wegen akutem PTSD entfallen ist.fend.jpgUnd überhaupt sieht denn der Nadal nicht ein bisschen aus wie der…genau und hat der Federer wiederum doch eine gewisse Ähnlichkeit mit dem…genau.Über beide hat sich ein Fan vomE7_USMC_GSGT.jpgmal enttäuscht gezeigt.

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