Kennste schon soundso von den Helden?
Donnerstag, 21.06.2007 21:14 von Nino Nexo - was macht eigentlich herr nexo?, Grunge-Revival“Haha! Kaum hat Klein-Friedrich das Licht der Welt erblickt, gleitet der Helden-Humor ins Infantile ab”, mag der Spötter einwenden, wenn die Holofernes bei Harald Schmidt allen Ernstes behauptet, dass die Lustigkeit des Satzes in der Überschrift maßgeblich zur Namensfindung ihres neuen Albums beitrug. (Am Wochenende hab ich übrigens 10 Euro von einer Bekannten gewonnen, weil ich im Gegensatz zu ihr wusste, dass der bärtige Schlagzeuger der Papa von Friedrich ist und nicht der Bassist mit Migrationshintergrund.) Den Titel des Vorgängeralbums hab ich längst vergessen, wenn ich ihn überhaupt je wusste, aber ich erinner mich gut daran, dass ich die Musik zu meiner völligen Überraschung absolut großartig fand. Da waren Hymnen wie die hier darunter, die mir genauso haarscharf beinahe die Tränen in die Augen trieben, wie neulich als… ähm, weiß nich mehr (war’s ein Film oder reales Leid?). Und wer empfindet schon nicht gern große Gefühle. Deshalb vergangene Woche (legalerweise) die neuen Stücke runtergeladen, und tatsächlich: Gefühle
ganz großer Natur! Allerdings die der Enttäuschung! Wer es besser weiß, korrigiere mich bitte, aber ich mach den kräftigsten Burschen der Band mit dem französischen Künstlernamen dafür verantwortlich, dass ich beinahe jeden Titel der Platte an mindestens drei, vier Stellen absolut panne instrumentiert finde. Im besten Fall einfach nur langweilig, oft allerdings vollkommen albern, was aber wiederum mit der neuen Art von Helden-Humor zu tun haben könnte (der allerdings sooo neu nun auch wieder nicht ist, wie man leicht bemerkt, wenn man sich zum Beispiel das Video zu “Gekommen um zu bleiben” anschaut). Welche völlig unglaublichen Zufälle dafür verantwortlich waren, lässt sich aus heutiger Perspektive unmöglich plausibel rekonstruieren, aber es muss sie gegeben haben, denn Anfang der Woche ist es wahrhaftig geschehen, dass ich tatsächlich nochmal reingehört hab! Und: Alles zuvor gesagte trifft auch weiterhin zu, mit dem kleinen Unterschied, dass ich die Lieder fantastisch finde! Also, manche jedenfalls. Und die andern find ich mindestens ok bis gut. Was für mich ausreicht, um eine lustlose CD-Rezension zu schreiben, die den absurden Eindruck erweckt, ich höre manchmal Musik und das auch noch gern.
Übrigens bin ich beim mehrmaligen nebenbei Durchhören Minimum vier Mal heftig erschrocken, wenn im Outro eines bestimmten Titels scheinbar mein (realer) Vorname geschrien wird:
Ich weiß natürlich, wie das Wort wirklich heißt, aber kriegt’s auch wer anders raus?



