Weltmeisterschaft 2010 - Dark Horses III
Freitag, 11.06.2010 12:35 von Lydia Esche - Poesie, Alpha-Männchen, opposite country, Die Schale in der Hand und die Palme auf dem KopfIm Duktus der Kolonialherren wird mit Beginn der WM wieder häufiger von grossen alten Männern die Rede sein.Man mokiert sich gern über diese eigene Spielerkategorie, die bei keinem Weltturnier fehlen darf.Dabei hat es doch auch etwas Romantisches wie vor allem die Mittel-und Südamerikaner immer wieder mit Legenden des lateinamerikanischen Vereinsfussballs anreisen, denen die grosse internationale Karriere verwehrt blieb.Nicht selten verdanken selbst grosse Fussballnationen die Qualifikation für Weltmeisterschaften diesen Giganten.Da es für Trainer aus dieser Hemisphäre beim Turnier aber nicht um Romantik, sondern ums nackte Überleben geht, erfolgen Berufungen von Spielern um die 35 einzig und allein aus Eigennutz.Wenn man mal wieder kurz vorm Ausscheiden gegen die verfluchten weißen Eroberer steht, kann man der Steinigung nach der Rückkehr entgehen, indem man dann diese verwitterten Heiligen aufs Feld schickt.”Jetzt kann uns nur noch El Loco retten”, wissen die Kommentatoren und wenn er es dann wieder einmal nicht tut, dann war schlussendlich der Trainer nicht schuld an der verpassten und überfälligen Krönung der goldenen Generation.Auch von dieser, man ahnt es, wird wieder öfters die Rede sein.Dieses Jahr im Allstarteam: der Argentinier Martin Palermo, genannt San Palermo.

Für die Uruguayanesen(die Zeiten, wo statt irgendwelcher Etymologie noch ordentlich sportliche Fakten gebimst wurden vor Turnieren sind ja leider auch vorbei.Mir geht jetzt schon die korrekte Aussprache der Namen plus ständiger Benennung der Mannschaften nach der landessprachlichen Bezeichnung auf die Nerven.)El Loco Sebastian Abreu.

Honduras mit dem einzigartigen Carlos Pavon, dem fliegenden Schatten.

Irgendwie halt doch rührend.



